Beef und Grillkäse Burger

Man liest häufig von Grillkäseburgern, nur behandeln diese meist den Grillkäse als Ersatz für ein Fleischpatty. „Kann man machen“ denke ich mir, aber warum sollte man nicht den Grillkäse als geschmackliche Ergänzung zu einem Rindfleischpatty verwenden? Falls ihr euch das auch fragt, schaut euch diesen Beitrag an.

Zubereitungszeit: 30 min
davon Grillzeit: 30 min
Schwierigkeitsgrad: 1 von 5


„Was für ne Sauce würdest du für einen Burger mit Rind- und Grillkäsepatty machen?“ fragte ich meinen Fahrgemeinschaftskollegen. Dieser entgegnete „Was fruchtiges, nimm‘ doch Zwiebeln, schwitz‘ die an, gib dann stückige Dosentomaten dazu …“ (und so weiter und so fort) „und schmor‘ das so ne halbe Stunde.“

Da für mich jedoch Burger ein schnelles, einfaches Hau-Ruck-Gericht sind, überging ich diesen Vorschlag mit einer gehobenen Augenbraue. Naja sagen wir, ich befolgte den Vorschlag nur zum Teil. Aber lest selbst.

Das Konzept des Burgers

Hier fragt ihr euch – durchaus zu Recht – warum ein Burger denn ein Konzept braucht, aber lasst mich doch einfach spinnen:

Der Burger soll eher rustikal daherkommen, er setzt auf simple, aber kernige Aromen. Den herzhaften Teil bilden ein Rindfleischpatty aus Hackfleisch vom Metzger meines Vertrauens und ein Grillkäsepatty. Das Käsepatty besaß befremdlicherweise bereits Grillstreifen, als es in den Einkaufswagen fiel. Die bereits erwähnte Sauce ist tomatenlastig, weniger süß, dafür aber fruchtig und würzig. Neben Tomaten und Zwiebeln findet sich auch geschmacksintensiver Lollo Bionda Salat aus Mamas Garten darauf. Mit dem rustikalen Gedanken im Hinterkopf entschied ich mich für gekaufte (ja, auch ich mache sowas hin und wieder) Vollkorn-Burgersemmeln.

So, genug rumgeeiert, hier kommt das Rezept


Zutaten für 4 Burger

  • 600 g gutes Hackfleisch
  • 4 Grillkäsepattys
  • 4 Burger Buns (z. B. von Sally’s Backwelt, sind aber nicht Vollkorn ;-))
  • 4 Scheiben Bacon (falls gewünscht)
  • 4 Salatblätter
  • 4 Tomatenscheiben
  • fruchtig-herbsüße Burgersauce (siehe unten)

Für die Sauce

  • 6 EL Ketchup
  • 2 EL Tomatenmark
  • 3 – 4 getrocknete Tomaten, gewürfelt
  • etwas Zwiebeln, gewürfelt
  • 2 EL Kräuter der Provence (alternativ Rosmarin, Thymian, Majoran, Oregano)
  • etwas Pfeffer

Beilagen (z. B. )

  • TK-Steakhouse Fries (im Gemüsekorb zubereitet)

Setup

Die Burger- und Grillkäsepattys werden direkt über mittlerer Hitze gegrillt. Auf dem heißen Rost können dann die Burgersemmelhälften angetoastet werden. Die Pommes werden im Gemüsekorb auf dem Grillrost über direkter Hitze gegart.

Grillsetup-Schema für das direkte Grillen von Burgern

Zubereitung

Zunächst gebt ihr die tiefgefrorenen Pommes Frites in den Gemüsekorb, startet einen Brenner und stellt den Gemüsekorb gleich mal auf den Grillrost darüber. Die Pommes brauchen 25 – 30 min, werf hier ab und zu einen Blick drauf und dreht sie hin und wieder, damit sie euch nicht anbrennen.

Während die Pommes auf dem Grill sind, könnt ihr das Hackfleisch zu Patties formen. Ich verwende hierfür eine Burgerpresse, damit geht’s am schnellsten und gleichmäßigsten. Verwendet ordentliches Fleisch vom Metzger, dann braucht ihr auch die vielzitierte Delle in der Mitte nicht, da das Fleisch kaum Flüssigkeit verliert und das Patty sich lange nicht so stark zusammenzieht.

Grillmanifest-Praxistipp: Wenn ich Burger mache, stelle ich gleich mehr Patties her und friere diese dann ein. Legt einfach ein Stück Backpapier dazwischen, vakuumiert den Stapel ein und legt das Paket in den Froster. So habt ihr schnell und unkompliziert Burgerpatties für’s nächste Mal.

Anschließend könnt ihr die Sauce herstellen. Schneidet hierzu die Zwiebeln und die getrockneten Tomaten recht klein und verrührt alle Zutaten in einem Glas oder einer Schüssel. Für den Burgerbelag könnt ihr dann schonmal die Zwiebel in Ringe und die Tomate in Scheiben schneiden und die Salatblätter putzen.

Wenn die Pommes ca. 15 Minuten auf dem Grill sind, startet die übrigen Brenner und lasst den Grill aufheizen. Wenn der Rost gut aufgewärmt ist, grillt die Patties und Grillkäsescheiben nach Geschmack und gewünschtem Gargrad, ca. 2-3 Min pro Seite.

Dann kommt die Kür: der Burgerbau. Wie gewohnt erfolgt die Aufzählung von unten nach oben:

  • Burgerpatty-Unterseite
  • Rindfleischpatty
  • Sauce
  • Salatblatt
  • Grillkäsepatty
  • Tomatenscheibe
  • nochmal Sauce
  • Zwiebelringe
  • Burgerpatty-Oberseite

Wenn die Pommes dann schön knusprig sind, nehmt sie vom Grill herunter und dann kann gegessen werden.


Fazit

Dieser Burger kommt im rustikalen Gewand daher. Schöner Fleischgeschmack, vollmundiger Grillkäse, die Sauce ist fruchtig mit einem feinherben Einschlag, das Gemüse knackig. Einzig das (gekaufte) Vollkornbun blieb hinter den Erwartungen zurück. Man kann nicht alles haben 🙂

Und kein Burger ist komplett ohne Pommes, und für diesen Zweck sind die gegrillten TK-Fritten genau richtig. Man würde nicht glauben, wie knusprig die Kameraden auf dem Grill werden.

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