Aufruf gegen Grillrassismus!

Ich sehe mich als Grillpatriot und Grillinfluencer (naja, schön wär’s ^.^) gezwungen, hier einen Disclaimer, also als Gegenerklärung zu setzen. Gegen „Es gibt nur einen Weg“, gegen „Deine Art zu grillen ist dämlich“, für „Friede von G1 bis G4“ und für „Ja, ich leg dir gern deine Bratwurstschnecke neben meine Armadillo Eggs auf den Grill“


Pulled Pork, Rippchen oder anderer BBQ-Schweinkram sind für mich mit das Höchste und so ein bisschen stehe ich schon auf Schicki-Micki-Kram vom Rost. Jedoch sehe ich mich in letzter Zeit desöfteren mit Aussagen konfrontiert, die ich nur als – verzeiht mir bitte diesen evtl. etwas überspitzten Begriff – Verleumdung werten kann. G1 schießen gegen G3 und G4 und umgekehrt.

Vorweg

Die in diesem Beitrag verwendeten Kategorisierung der verschiedenen Grillertypen bezieht sich auf die von mir im Beitrag Welcher Grillertyp bist du? erschaffenen Kategorien G1 bis G4. Aber nun zum eigentlichen Beitrag:


So ein Dasein als Grillblogger treibt manchmal schon merkwürdige Blüten. In letzter Zeit erreichen mich vermehrt Stimmen, die da schallen:

„Jaa, direkt gegrillt, kein Schicki-Micki-indirekt-gesmoketes und whiskybedampftes 5kg-12-std-pulled-Irgendwas“

„Ja ganz recht, einfach drauf und warten, bis es durch ist“

… oder gar entschuldigende Stimmen wie:

„Naja, aber mit unserer G1-Grillerei können wir bei dir ja nicht landen“

oder…

„Das ist dir bestimmt zu profan“

Das heißt die so Zitierten schließen aus der von mir nach außen getragenen Leidenschaft für das Grillen eine angenommene Meinung, die ich wohl haben müsse. Aber wäre es nicht einfacher, mich einfach zu fragen, etwas so: „Hey was hältst du von dem und dem?“

Gleichzeitig höre ich – wenn auch nur vereinzelt – Stimmen von passionierten G3s, die manchmal etwas weniger neutral als vielleicht angebracht über die Grillkünste bzw. den Geschmack anderer äußern. Zur Entkräftung dessen sei gesagt: Im Gegensatz zu den oben genannten angenommenen Meinungen über Andere bringt der G3 hier in der Regel nur sein Unverständnis über den Geschmack des anderen zum Ausdruck.


Welche Stellung beziehe ich?

Meine Meinung ist: Grillwurst und Nackensteaks sind beides wunderbare Gerichte und haben ihre uneingeschränkte Daseinsberechtigung und werden von mir durchaus hin und wieder genossen.

Doch jetzt kommt’s: ich frage mich selbst dann: Auf meinem Grill kann ich tausende verschiedener Gerichte zubereiten, warum sollte ich mich auf zwei beschränken? Das ist mein Standpunkt, nicht mehr und nicht weniger. Und grillbezogene Hochnäsigkeit ist mir weitestgehend fremd.

Dem aufmerksamen Leser wird nun bereits klar geworden sein: ich habe nichts gegen G1-Grillen, ganz im Gegenteil. Und ich freue mich auch stets, derlei Grillgut mit dem Zubereitenden zu verdrücken. Und nur weil ich diesbezüglich einen Vogel habe, muss das nicht auf die ganze Welt zutreffen.

Ich möchte mich hier und heute für Frieden in den Reihen der Griller aussprechen. Grillenthusiasten sind Genussmenschen. Ihr werdet kaum einen finden, der ein ordentlich gegrilltes Nackensteak von guter Qualität oder eine solide Bratwurst nicht zu schätzen weiß.

Darum: eint euch, liebe Grillerinnen und Griller. Denn so schmeckt das Gegrillte nochmal so gut.

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